Photarion's Whippets

Über uns

Seit dem Sommer 2000 teilen wir das Familienleben mit unseren geliebten Whippets. Wie alles einmal begann, haben wir unten niedergeschrieben.

Wir, das sind Marion

und Frank

Frank mit Robin und Kopete

mit unserer Robin (Koseilata’s Robin Fly) und Kopete (Superfly’s Kopete).

Aus der Nachzucht von Kopete am 11. März 2009 blieben zwei Welpen in unserem Haushalt, Sony und Turini. Somit teilen wir nun mit vier Whippchen unser Leben.

Robin, Kopete, Sony und Turini
Robin, Kopete und ihre Kinder

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Wie alles begann

Peppi – unsere große Whippetliebe

Es war für uns der erste Frühling in unserem neuen Haus. Wir standen in unserem Garten und plötzlich kam eine Meute kläffender mittelgroßer bunter Hunde auf uns zu gerannt. Jeder hatte anders farbiges kurzes Fell, aber irgendwie sahen sie doch alle gleich aus, sehr hübsch und interessant. Hintendran das Frauchen der Hunde. Wir machten uns miteinander bekannt und Monika so heißt sie, erzählte uns sie sei die Exfrau unseres Nachbarn und komme des öfteren zu Besuch. Die Bellerei war inzwischen beendet und die Hunde, es waren vier, beschnupperten uns intensiv, schleckten uns die Hände ab und ließen sich ausgiebig von uns streicheln. Was sind denn das für süße Hunde, fragten wir Monika. Windhunde Whippets sagte sie. Aha, noch nie davon gehört bzw. gesehen, Windhunde schon aber Whippets? Kennt ihr nicht die Hunde Friedrich des Großen fragte sie. Ach ja stimmt, sie ähneln denen, sagten wir. Es waren übrigens vier Weibchen mit den Namen Purly, Pepsi, Kimmi und Pia.
So also lernten wir Whippets kennen.

So sahen wir die kleinen Racker immer öfter und als Monika ihre Meute ihrem Exmann der übrigens Manfred heißt, über längere Zeit in Pflege gab, wurde der Kontakt zwischen uns und den vier Whippets immer intensiver. Wir halfen Manfred bei der Versorgung der Hunde und machten mit ihnen ausgiebige Spaziergänge. Dies war für uns eine Herausforderung die uns viel Freude bereitete und die wir mit großer Sorgfalt erfüllten. Denn schließlich handelte es sich nicht nur um einen Hund, sondern um vier. Ein Rudel Whippets, die es uns so richtig angetan hatten. Da wir damals noch keinen Zaun zwischen Manfreds und unserem Haus hatten, konnten die Vier wann immer sie wollten zu uns kommen. Das taten sie mit Vorliebe und das durften sie auch. Ganz schnell bekamen sie mit, wenn es von hinten über die Terrasse geht kommt man ins Wohnzimmer und dann auch gleich in die Küche. Da roch es ja immer so gut und da gab es meist auch etwas Leckeres, wenn man Marion oder Frank mit so großen lieben treuen Augen ansah. Augen, die wirklich einzigartig und unwiderstehlich sind. Die Zeit verging und es wurde langsam Sommer. Als ich auf der Terrasse auf der Liege lag, kam Pepsi angelaufen und sprang auf die Selbige. Sie schleckte meine Beine ab, legte sich dann auf den Rücken und ließ sich von mir den Bauch kraulen und beide genossen wir die Sonne. Plötzlich sprang sie böse bellend von der Liege und versuchte mich vor einem Eindringling zu beschützen. Ich rief, Pepsi, es ist doch Frank, der gerade von der Arbeit kam. Als sie ihn erkannte wurde aus Wachsamkeit eine freudige Begrüßung. Wir waren sehr erstaunt über ihren Beschützerinstinkt. So kam es immer öfter vor, dass Pepsi im Alleingang zu uns kam und es sich bei uns gemütlich machte. Oftmals war auch ihre engste Freundin Pia dabei. Es kam sogar so weit, dass Pepsi bei uns übernachtete und bei uns im Bett schlief. Eine für uns völlig neue aber schöne Erfahrung. Wir merkten, dass wir uns immer mehr an Pepsi gewöhnten und unsere Beziehung zu ihr immer intensiver wurde. Dieses Gefühl vermittelte sie uns auch und so entstand aus einer Liebelei eine wundervolle große Liebe.

Eine Liebe zwischen Mensch und Tier – PEPPI – so haben wir sie genannt.

Unsere Peppi -Superfly's Pepsi Cola
Peppi – Superfly’s Pepsi Cola

Nach einiger Zeit kam Monika wieder um ihre Hunde nach Hause zu holen. Natürlich freuten sie sich ihr Frauchen wieder zu sehen. Als sie alle ins Auto springen sollten, zögerten Peppi und Pia, sie waren hin und her gerissen und nur mit gut zureden klappte es dann endlich. Monika fuhr los und wir winkten hinterher und merkten, dass uns ganz komisch zu Mute war. Auf einmal waren alle weg und irgendwie war alles so leer. Nachdem wieder einmal ein Aufenthalt für Peppi, Pia, Purly und Kimmi bei Manfred und bei uns zu Ende war, blieb Monika noch ein Paar Tage mit der Bande hier bevor sie nach Hause fuhr. Es war herrliches Sommerwetter und Monika lag bei Manfred im Garten zusammen mit ihren Hunden auf einer Decke. Auf einmal hörten wir Monika laut schreien. Wir schauten nach dem Rechten und sahen, dass sie am Oberarm und am Hals blutete. Sie sagte, Peppi hätte sie gebissen als sie sie gestreichelt habe. Wir machten uns so unsere Gedanken und hinterfragten dieses. Hierbei kam heraus, Monika hat mehrmals über längere Zeiträume ihre Hunde in Pflege gegeben. Da sie ja normaler Weise der Rudelführer ihrer Hunde war, wurde dies von Peppi nicht mehr akzeptiert, weil Peppi sich zu oft von Monika verlassen fühlte. Dazu muss man sagen, Peppi war ein sehr charakterstarkes, dominantes Alphaweibchen. Sie wollte immer und zu jeder Zeit unbedingte erwiderte Liebe von ihrem Menschen. Nach diesem Ereignis sind wir übereinstimmend mit Monika zu der Überlegung gekommen, dass es besser wäre wenn wir Peppi übernehmen würden. Da wir Peppi natürlich nicht aus ihrem gewohnten Rudel rausreißen wollten, machte Monika den Vorschlag Peppi zusammen mit ihrer engsten Gefährtin Pia uns zu übergeben. Doch dann kam es so, dass sie sich nur von einer Hündin trennen wollte. Somit kam Peppi alleine zu uns.

Peppi war eine große Bereicherung in unserem Leben. Sie wurde ein neues Mitglied in unserer Familie. Hatte man mal einen schlechten Tag war Peppi Balsam für unsere Seele. Ihre Art war so einzigartig und wundervoll. Wir hatten das tiefe Gefühl, dass sie jedes Wort und jede Geste von uns verstand und ganz sensibel darauf reagierte. Umgekehrt war es genauso und wir haben immer versucht darauf zu achten. Denn wie schon gesagt, brauchte Peppi sehr viel Zuwendung und Liebe. Auch spürte sie, wer es wirklich ehrlich mit ihr meinte. Durch häufiges Treffen mit Monika und ihren Hunden, versuchten wir Peppis Rudelverlust etwas auszugleichen. Es war uns klar, dass dies kein Dauerzustand sein konnte und wir uns um einen zweiten Whippet bemühen müssen. Ganz nach der Devise, „Der beste Freund des Whippet ist der Whippet selbst“.

So lernten wir durch Monika den Züchter ihrer Hunde kennen und schilderten ihm unsere Situation. Er bat uns seine Hilfe an einen zweiten Whippet zu finden. Letztendlich entschieden wir uns dann für einen Welpen auf die wir noch ein paar Wochen warten mussten. Somit war Peppi ein halbes Jahr alleine. Dann kam der Tag an dem unsere kleine Robin zu uns kam. Sie war eine kleine süße Maus, das Fell ganz weiß mit sandfarben gestromten Platten und einem sehr femininen Köpfchen. Da Peppi ähnlich im Fell aussah hätte man denken können es wären Mutter und Kind. Wir waren nun ganz glücklich und stolz, zwei Whippets unser Eigen nennen zu dürfen. Eine neue große Erfahrung für uns einen Welpen an der Seite eines erwachsenen Hundes aufwachsen zu sehen und zu erziehen.

Die erste Zeit war recht schwierig und lies uns manches Mal verzweifeln. Denn klein Robin hatte es wahrhaftig nicht leicht an Peppis Seite. Peppi führte ein sehr strenges Regiment in welchem sich Robin absolut unterordnen musste. Natürlich waren wir im ständigen Kontakt mit unserem Züchter und baten ihn um Rat. Dieser erklärte uns immer wieder, dass wir da durch müssen und der Natur ihren Lauf lassen sollten. Die Tiere regeln das untereinander. Sicherlich griffen wir ein wenn es zu heftig wurde. Nach einigen Wochen war die schlimmste Zeit der Gewöhnung und der Akzeptanz überstanden und die Beziehung zwischen Peppi und Robin wurde immer inniger und liebevoller. Beide waren unzertrennlich. Da Peppi ja nun schon fast sieben Jahre alt wurde, war die kleine süße, lebhafte und lebenslustige Robin für sie so etwas wie ein Lebenselixier. Sie spielten, tobten und rannten wild miteinander und vom Altersunterschied war nichts zu spüren. Robin‑ „Koseilata` s Robin Fly“ entwickelte sich an Peppis Seite zu einer prächtigen Hündin. Sie ist sehr liebreizend, charmant, sanftmütig, sehr sensibel und klug. So vergingen die schönen glücklichen Jahre mit unseren beiden Whippets.

Als Peppi zehn Jahre alt war bildeten sich bei ihr die ersten Mammatumore, welche sich im Laufe der Zeit beidseitig vermehrten. Wir ließen es in Routineabständen von unserer Tierärztin kontrollieren. Auch ein Herzfehler den Peppi schon seit Jahren hatte wurde durch gründliche Herzuntersuchungen halbjährlich untersucht. Von einem Eingriff riet sie uns ab, da es zwei aufeinander folgende große Operationen gewesen wären und Peppi auf Grund des Herzfehlers dies höchst wahrscheinlich nicht überstanden hätte. Somit lebte sie die nächsten beiden Jahre ohne Beeinträchtigung. Bis wir dann merkten, dass sie sich veränderte. Die große Lebensfreude schwand und die Spaziergänge wurden kürzer. Man sah ihr an, dass alles was sie tat ihr schwerer viel.

Es war Weihnachten und Peppi ging es sehr schlecht Sie lag in ihrem Körbchen im Wohnzimmer am Weihnachtsbaum. Das was sie am liebsten tat, das Fressen, stellte sie ein und ihre Augen verrieten uns leise das ihre Zeit gekommen war.
Der Weg zum Tierarzt viel uns unendlich schwer, weil uns hier die Endlichkeit bewusst wurde. Das für uns unfassbare musste geschehen, unsere geliebte Peppi musste von uns in die Ewigkeit gehen. Auf dem Weg dorthin begleiteten wir sie, ein letzter vertrauter Blick und sie schlief ganz ruhig in unseren Armen ein. Dies war unserer letzter großer Liebesbeweis den wir erbringen konnten, Peppi von ihrem Leid zu erlösen.
Peppi bleibt tief in unserem Herzen verwurzelt, so dass wir sie niemals vergessen werden.
Ein Stück unseres Herzens ist mit ihr gegangen.

Peppi und Robin
Peppi und Robin

Peppi – Superfly`s Pepsi Cola geboren am 09.06.93 gestorben am 27.12.2005
Pepsi hat herausragende Nachzucht gebracht, die sich ihrerseits erfolgreich vererbt hat. Sie ist die Mutter von Ch.Koseilata`s Emerald Rainbow, der das Titelbild des zweiten Büchleins von Marianne Bunyan „Whippet‑ Der richtige Hund für Sie?“ schmückt.

Die Zeit die nun folgte war eine sehr traurige. Nicht nur für uns sondern auch für Robin, die ihre liebe Gefährtin verlor. Es war nicht zu übersehen, dass sie sehr darunter litt. Sie wurde gänzlich ruhiger und wich nicht mehr von unserer Seite. Die Spaziergänge machten ihr auch keine große Freude mehr. Es war uns klar, dass dies nicht so bleiben konnte und sich nicht ändern würde, wenn Robin keine neue Gefährtin bekommt. Selbst dann wenn wir ihr alle Liebe weiterhin geben würden. Wir teilten Peppis Tod den beiden Züchtern unserer beiden Hunde mit. Marianne Bunyan stand uns in dieser schweren Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Wir überlegten gemeinsam welche Möglichkeit es gäbe eine neue Partnerin für Robin zu finden. Letztendlich entschieden wir uns für einen Welpen. Zu der Zeit war die Hundemama noch trächtig und die Welpen sollten Mitte Januar zur Welt kommen. Bedingungslos hat uns Marianne eine Hündin aus ihrem Wurf versprochen und später anvertraut. Selbst wenn nur eine Hündin geboren würde, sollten wir diese bekommen. Dieses Versprechen fanden wir einfach großartig. So warteten wir mit Spannung und Freude auf die Geburt der kleinen Welpen. Dies lenkte ein bisschen von unserer Trauer ab. Damit Robin in der Zwischenzeit nicht so alleine war, hatten wir ab und zu einen von Monikas Whippets zu Gast bei uns. Am 19. Januar 2006 kam die freudige Nachricht, dass Diva (Dreamchamber Easy To Love) geworfen hat, fünf Rüden und zwei Hündinnen und alle wohl auf. Auf der Website von Marianne konnten wir die kleinen süßen Puppies anschauen und bewundern. Schon ziemlich schnell war klar für welche der beiden Hündinnen wir uns entscheiden würden. Als die Welpen neun Tage alt waren fuhren wir zu Marianne um sie uns anzuschauen. Wir waren entzückt von den kleinen süßen Hundebabys und vor allem von unserem kleinen Puppichen Kopete, wie sie von Marianne genannt wurde. Wir nahmen sie vorsichtig in unsere Hände, küssten sie zärtlich und ein Glücksgefühl überkam uns. Nun mussten wir noch ein paar Wochen warten bis wir Kopete zu uns holen konnten.

Robin und Kopete
Robin und die junge Kopete

Die Welpen entwickelten sich unter Mariannes Händen prächtig. Täglich schauten wir neugierig in das Webblog. Als Kopete 8,5 Wochen alt war konnten wir sie endlich nach Hause holen. Die Freude war riesig groß als Marianne mit der kleinen süßen Kopete zum Frühstück in unser Hotel kam. Die kleine Maus wanderte von einem Schoß in den anderen und wurde geherzt. Unsere Robin beschnupperte die Kleine vorsichtig und somit lernten sie sich kennen. Zu Hause wieder angekommen begann ein neuer Abschnitt im Zusammenleben mit unseren wundervollen Whippets.
Kopetchen lebte sich ganz schnell bei uns ein. Sie war ein kluges süßes Puppichen mit sehr großem Temperament. Die Gewöhnungsphase zwischen ihr und unserer Robin verlief fast unauffällig. Robin war gegenüber Kopete eine sehr rücksichts‑ und liebevolle Hündin die mit sanfter Dominanz erzog. Dies ist bis zum heutigen Tag so geblieben. In den ersten Tagen lagen sie schon gemeinsam in einem Körbchen und kuschelten mit einander. Wir fanden es bewundernswert wie schnell Kopetchen ihr zu Hause, welches nicht gerade klein ist, erkundete und angenommen hat. Wir trafen alle Sicherheitsvorkehrungen im Haus, um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Denn ihr unbändiges Temperament machte es uns sehr schwer dies immer zu kontrollieren und sie vor Schaden zu bewahren. Doch ihre Geschicklichkeit und ihre starke Physis zeigte uns schon nach kurzer Zeit wie gut sie alles bewältigen wird.
Unsere Robin hat durch Kopetchen wieder neuen Lebensmut bekommen. Kopete hat Robin mit ihrer Energie mitgerissen und so ins Leben zurückgeholt. Zwei doch so unterschiedliche Charaktere und trotzdem ein wunderbar harmonisches Pärchen. Einer kann nicht mehr ohne den anderen sein.

Kopete - ein Jahr alt
Kopete – 1 Jahr alt

Inzwischen ist „Superfly`s Kopete“ ein Jahr alt geworden. Sie ist zu einer hervorragenden, schönen, temperamentvollen, charakterstarken, klugen und liebevollen Hündin herangewachsen. Sie bereitet uns große Freude und wir sind stolz auf sie. Und wieder hat ein Whippet unser Herz erobert.

Zusammenfassend können wir sagen, dass unsere Whippets unser Leben doch tief greifend verändert haben. Sie haben uns durch ihre bedingungslose Liebe die sie uns gegeben als auch abverlangt haben gezeigt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Man sieht wie sie das Leben auf das wesentliche reduzieren. Nicht Reichtum, Intrigen und Macht ist ihnen wichtig, sondern nur Liebe ohne Hintergedanken. Ihre Liebe kennt keine Zweifel. Wir denken, wenn man das von ihnen gelernt hat sieht man die Welt nicht mehr so ehrgeizig sondern mit anderen Augen.

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