Photarion's Whippets

„Marley“ (Photarion`s Aquamarin)

Ulrike, Frauchen von Marley, schreibt folgende herzerfrischende Schmunzelgeschichte...

So, nun hat er also schon einen halben Geburtstag, mein Mini. Dieser unglaublich freche Wicht, der, sollte er mit seiner Dreistigkeit nicht weiterkommen, noch Plan B aus der Pfote zieht, ist ja gar nicht mehr so Mini. Er hat zwar mit seinen großen blauen Augen noch voll das Kindchenschema drauf, sofern er etwas angestellt hat (damit niemand auf die Idee kommt, er sei für seine (Un‑)Taten zur Verantwortung zu ziehen), hat sich aber bereits im Laufe seines 6. Lebensmonats das Beinheben von Onkel Machu abgeschaut und pubertiert auch sonst munter vor sich hin und versucht schon mal pöbelnd, andere von der Gefahr zu überzeugen, die von ihm ausgeht.

Tatsächlich sollten sich alle Schuhe vor ihm in Acht nehmen. Bilanz: 3 Paar, deren Überreste nun auf einer Müllhalde vor sich hindämmern. Ein äußerst gefährlicher Gegner ist er auch für feuchtigkeitsempfindliche Holzböden, die er – bewaffnet mit Blaseninhalt – zum Aufquellen bringt. Mei, sieht des luschtig aus. Daher auch sein Kosename Pinkelfredi.
Nicht zu unterschätzen auch der Angriff auf Frauchens Nervenkostüm, das aus unerfindlichen Gründen zuweilen recht dünn geworden ist. Alles aber auch wirklich alles, was auf der Straße so rumliegt, ist es wert, gekostet zu werden. Ich weiß nicht wie viele Zigarettenkippen, Taschentücher, Kastanien, Eicheln, Kaugummis und Dinge, von denen ich lieber nicht berichte, von denen ich nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die sowas auf die Straße schmeißen, ich diesem kleinen Unhold schon aus der Schnütz winden musste…

Es bietet sich auch schon mal Gelegenheit zum Teamwork, wenn Onkel Machu den Papierkorb ausräumt, sich aber das kleine Herzchen dann beim Zernagen des Inhaltes und anschließendem Verteilen der traurigen Reste erwischen lässt. Dann erntet man zwei unschuldsengelgleiche Blicke. Machu: Wer? Ich? Und Marley: Is´n? Bin doch noch so klein!!!

Aber nun mal ein Beispiel für den angesprochenen Plan B:
Marley sollte ernsthaft einen Preis für Gewitzheit bekommen. (And the winner is…“) Hier sein gerade heute heimtückisch eingefädelter Plan: Machu und er nagen an ihrem Ochsenmaul. Jeder an seinem. Marley möchte lieber Machus Stück. Als er keinen Erfolg hat, beginnt er zu jammern und zur Tür zu rennen. Aha – er muss mal. Er wartet scheinheilig brav, bis ich die Tür öffne, durch die Machu schon mal rausgeht. Zum Schein kommt er erstmal mit aber nur, um flugs umzudrehen und das begehrte Stück Ochsenmaul zu ergattern, mit dem er triumphierend und in Affengeschwindigkeit die Treppen runterrennt.

Einen weiteren Preis bitte fürs Vordrängeln. Überall dazwischen, egal worum es sich handelt. Besonders beim Leckerchenverteilen wird sich a) vorgedrängelt und b) sich sofort wieder angestellt, um vorzutäuschen, man sei noch gar nicht dran gewesen. Man macht doch schon so brav „Sitz“! Man könnte ja was verpassen. Selbst beim Ruhen. Notfalls legt er sich eben auf Machu obendrauf. Machus Futterschüssel ist viel interessanter als seine eigene aber wenn Machu dann auch mal die von dem Zwerg inspizieren will, guckt er in die Röhre, denn die ist schon leer. (Also noch einen Preis im „Einatmen“.) Ich muss also immer danebenstehen und aufpassen, dass der Große sich nicht austricksen lässt und zu seinem Recht kommt.

Und wie gerne ärgert er seine Schwester Turini, wobei die Kleine, die die Rolle des Unschuldslammes ebenfalls bestens drauf hat, es faustdick hinter den süßen Rosenöhrchen hat. Meist verbündet er sich mit Schwester Sony und dann wackelt buchstäblich die Heide.

Wie man sieht, wir haben viel Spaß miteinander und es gibt nichts Schöneres, als die beiden Megaperlen vereint, ineinander verschlungen und kuschelnd beim Schlafen zu beobachten. Das ist so ein friedliches, rührendes Bild, das einem das Herz aufgehen und beinahe überlaufen lässt. Eigentlich passt es so gar nicht in des Marleys Lebensmotto, das da lautet: Frechheit siegt oder noch kürzer: Attacke!!!!!!!!!!! ;-)

Photarion`s Aquamarin (Marley)
Marley

Superfly`s Machu-Picchu und Photarion`s Aquamarin (Marley)
Treue Gefährten Machu und Marley (Foto Ulrike)

10 Reaktionen zu “„Marley“ (Photarion`s Aquamarin)”

  1. Uli

    Schön, dass du das Foto des „Prinzenpaares“ eingestellt hast. Ich hatte auch daran gedacht. Aber ich würde mich mit fremden Lorbeeren schmücken. Das Foto habe nicht ich geschossen, sondern stammt von Marion Schoening.
    Ich bin leider nicht so eine begnadete Fotografin wie ihr, was mich einerseits wurmt, andererseits werden so viele schöne Fotos auch von meinen Hunden gemacht, dass das nicht weiter schlimm ist. :-)

    Liebe Grüße

    Uli

  2. Tanja

    Hi Uli
    eure kleine hat es ja faustdick hinter den kleinen süßen Rosenohren ich habe mich jebend beim lesen weggepakt vor Lachen zu süß und vor allem das Bild ist ja süß.
    LG Tanja

  3. Tanja

    Sorrey ich meinte nartürlich der kleine

  4. Michaela

    jaaa der kleine Mann hats faustdick hinter den Ohren. Auf der einen Seite ist es schon niedlich wie er einen „auf dicke Hose“ macht … auf der anderen Seite läuft er natürlich auch mächtig Gefahr dass wenn er an den Falschen gerät ne mächtige Ansage zu bekommen.

  5. Stefan Wieseler

    Hallo Uli, vielen Dank für diesen lustigen Bericht. Deine Jungs sind ja wirklich super! Deine Schilderungen kann ich aufgrund meiner Erlebnisse mit Diego nur bestätigen und es beruhigt mich, dass die „Heldentaten“ von unserem Diego offensichtlich doch nicht so ungewöhlich sind. Obwohl der kleinen Prinz als „Einzelkind“ natürlich keinen großen Bruder austricksen muss, hat auch er es faustdick hinter den Ohren und alles, was ein deutliches „NEIN“ nach sich zieht, scheint doppelt interessant zu sein (…was, ich soll nicht aufs Sofa springen? Okay, dann warte ich eben einen Moment, bis Herrchen aus dem Zimmer ist und mache mich dann still und leise auf dem Sofa breit ;-)
    Eigentlich müssten Diego und ich bald zwei Ehrenuniformen der BSR verliehen bekommen. Er atmet als Staubsauger vom Dienst nahezu alles ein, was auf dem Weg zu finden ist und mümmelt genüsslich darauf herum und ich darf es ihm mit List und Tücke oder sanfter Gewalt wieder abnehmen und es bis zum nächsten Mülleimer tragen.
    Nachdem Diego am vergangenen Donnerstag nun doch noch am Ellenbogen operiert worden ist (der Bruch wollte nicht richtig verheilen – jetzt soll ein Nagel mit Verdrahtung helfen), soll er für weitere vier bis sechs Wochen nur für seine geschäftlichen Angelegenheiten nach draußen und ansonsten absolute Ruhe halten (d.h. auch nicht mit aufs Sofa springen…) – wie man das diesem Turboquirl vermitteln soll, haben die Ärzte allerdings nicht verraten…
    Insofern fehlen meinem Halbstarken natürlich auch ein wenig die Ansagen durch andere Hunde und er reagiert seine überschießende Energie und Kraft seiner Zähnchen im Wesentlichen an seinen beiden Herrchen ab – aua!!

    Viele liebe Grüße

    Stefan

  6. Stefan Wieseler

    … liebe Grüße natürliche auch an Marion, Frank und die (Paten‑) Hunde,

    Stefan, Torsten und Diegolino

  7. Tanja

    Och mano euer kleiner süßer hat ja auch nur pech ich hoffe das es jetzt alles verheilt das man in den nehstes Jahr den in Natur sehen kann.
    LG Tanja

  8. Marion

    Lieber Stefan,
    das tut uns ja auch sehr leid, dass Diegolein nun doch noch operiert werden mußte. Jetzt heißt es leider für Euch, weiter Geduld aufbringen und den kleinen Mann bei Laune halten, was natürlich nicht so einfach ist. Wir wünschen Euch nochmal auf diesem Wege, alles Liebe und Gute und das bald alles überstanden ist!

    Liebe Grüße
    Marion und Frank

  9. Uli

    Hallo Stefan!

    Das ist ja wirklich Pech. Aber da es nun mal nicht zu ändern ist, kann man halt nur versuchen, das Beste daraus zu machen. Bestimmt leichter gesagt als getan. :-(

    Ich wünsche euch alles Gute und einen guten und schnellen Heilungsverlauf.

    Liebe Grüße und haltet die Ohren steif.

    Uli

  10. Stefan Wieseler

    Vielen Dank für Eure lieben Wünsche. Diego ist heute ausgesprochen gut gelaunt und macht am laufenden Band nur Blödsinn ;-) . Unglaublich, was so ein Hund sich alles einfallen lassen kann – es gibt ja kaum etwas, was man nicht durch die Wohnung tragen oder zerren und zu zerlegen versuchen kann…
    Wenig raus zu gehen, heißt ja noch lange nicht, dass der Hund ruhig bleibt (oder man selbst etwa vor ihm Ruhe hätte). Also habe ich heute gegen den ärztlichen Rat doch einen kleinen Spaziergang mit ihm gewagt. Besser, ihn an der kurzten Leine vorsichtig gehen zu lassen, als dass er den ganzen Tag durch die Wohnung tobt. Viel genützt hat es aber nicht. Er sprudelt quasi weiter über vor Energie – jetzt habe ich ihm einen alten, stabilen Pappkarton gegeben, den er zerfetzen darf, mein kleiner Don Diego.

    Liebe Grüße, Stefan

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